Ich bin Fan von Selbst-Management-Methoden. Pareto-Prinzip, Pomodore-Technik, Eisenhower-Prinzip, Alpen-Methode, Getting Things Done, ich habe schon so ziemlich jede Methode ausprobiert, die mir über den Weg gelaufen ist.

 

Wofür Selbst-Management-Methoden?

 

Viele (und auch ich) „leiden“ daran, viel zu viele Aufgaben zu haben, auf jeden Fall mehr, als man manchmal erledigen kann. Daraus resultiert die Herausforderung, entscheiden zu müssen, was zu erledigen ist und was ich sein lasse.

 

Übrigens ist in diesem SEIN-Lassen schon ein riesengroßes Potential versteckt. Steve Jobs sagte einmal, dass er genauso stolz auf die Dinge war, zu denen er NEIN gesagt hat, wie jene, die er angegangen ist.

 

Ein weitere, riesengroße Herausforderung ist die sogenannte Prokrastination. Auf Deutsch: Aufschieberitis. Du hast Sie dann selbst erlebt, wenn Du etwas immer und immer wieder geschoben hast, auch wenn Du wusstest, dass es Dir morgen auf die Füße fällt, wie z.B. als Schüler die Hausaufgaben. Wer jetzt über die Schüler lacht, der hat zu früh gelacht: Auch wir Erwachsenen können wunderbar prokrastinieren und auch in der Geschäftswelt gehört es zum Alltag.

 

Daran, dass ich schon alle möglichen Techniken versucht habe, erkennst Du, dass es mir auch nicht anders geht.

 

Ich arbeite schon seit vielen Jahren nach Getting Things Done (kurz: GTD), einer ganzheitlichen Methode, die aus den USA stammt und auch hier in Deutschland viele Anhänger hat. GTD hat viele tolle Ansätze und ist in sich sehr stimmig, verlangt aber auch viele Gewohnheiten und damit Verhaltensänderungen.

 

Und damit beginnen auch schon die Schwierigkeiten: Denn wie sagt man? Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Und die ändert er nicht gerne. Mit GTD anzufangen, mag sich in der ersten Europhie noch gut anzufühlen, aber dauerhaft so vieles anders zu machen, lässt die meisten leider auf Dauer scheitern. Auch ich habe mehrere Anläufe gebraucht, um GTD auch nur halbwegs in mein Leben zu integrieren.

 

Das Getting things done schwierig umzusetzen ist, sah auch Leo Babauta, ein amerikanischer Autor und jemand, der sich auch mit Selbstmanagement beschäftig so. Er nahm, wie er sagt, dass absolute Minimum und Beste aus GTD und anderen Erkenntnissen und erschuft Zen To Done, dass aus „nur“ 10 Gewohnheiten besteht.

 

Da vielen Menschen, mit denen ich spreche und arbeite, mit der Umsetzung von GTD große Herausforderungen und Probleme haben, werde ich in den nächsten Wochen testen, ob Zen to done wirklich so easy zu leben ist, wie es auf den ersten Blick erscheint und ob es mein Leben unterstützt.

 

Dazu werde ich im Blog meine Umsetzungsschritte erläutern und wie es mir ergeht. 🙂

 

In der ersten Woche starte ich mit den ersten drei Gewohnheiten von ZTD:

 

  • Dem Sammeln
  • Dem Verarbeiten
  • Und dem Planen

 

Diese 3 Gewohnheiten bin ich aus GTD in leicht anderer (komplexerer) Form gewohnt, insofern wird es mir leicht fallen, so zumindest es meine Einschätzung bei Start.

 

Aber der Reihe nach:

 

Tag 1

 

Gewohnheit 1: SAMMELN

 

Damit nichts untergeht, was auf uns einströmt, geht es in diesem Schritt darum, die Eingänge in „das System“ zu definieren. ZTD empfiehlt, so wenige Eingangsorte wie nur irgend möglich, einzurichten. Meine sind:

 

  • 2 Posteingänge für E-Mails. Leo, der Vater von ZTD rät sogar nur zu einem und von den anderen aus weiterzuleiten, das bekomme ich aber durch meine 2 Firmen nicht sauber hin. Aber ich nutze diese Chance, um aus vorher 3 Postfächern nun „nur“ noch 2 zu machen, die ich täglich abrufe.
  • In meinem Büro steht ein Posteingangskörbchen für Briefe, schriftliche Unterlagen, Lieferscheine und alles sonstige, was an Papier in mein Geschäftsleben kommt.
  • Zu Hause nutze ich eine Mappe, da wir in der Küche und im Wohnzimmer zurzeit keinen geeigneten Platz für ein Körbchen haben. Die Mappe kann ich platzsparend in die Ecke stellen. Auf jeden Fall habe ich zu Hause alle instruiert, dass Briefe, etc. ab sofort nicht mehr auf dem Esstisch, sondern in der Mappe „landen“ sollen.
  • Zu guter Letzt nehme ich mit ein kleines Büchlein, was ich immer mit mir führe für alles, was auf andere Weise auf mich einströmt. Das können Gedanken sein, zugerufene Infos, aber auch die vielen kleinen anderen Wege wie WhatsApp, Telegram, Facebook, etc. Immer dann, wenn es keine Mail oder etwas schriftliches ist, werde ich es ins Buch schreiben. Wer mich kennt, weiß, dass ich ansonsten sehr digital unterwegs bin. Daher wäre es naheliegend gewesen, statt dem Buch, was ich jetzt zusätzlich mitnehme, ins Handy zu notieren. Aber oft ist es einfach unpassend, ablenkend oder schwierig das Smartphone zu nutzen. Gegen die Einfachheit eines Blattes kommt es aktuell einfach noch nicht an.

 

Soweit mein Setup zum Start.

 

Ich werde heute erstmal nur sammeln und morgen mit der zweiten Gewohnheit beginnen, dem Verarbeiten.

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